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Warum ... UND? so schreibt, wie ... UND? will und warum das gut ist
Übersicht: Paul ( Texte/ Biografie) // Drei Seiten Reformen // Veröffentlicht am 10. 2. 2003 // Abstract: Schluss mit dem Reformgequatsche: ... UND? geht eigene Wege
 | Die neue deutsche Rechtschreibung | Einer unserer Redakteure musste sich vor einiger Zeit für die Rechtschreibung im UND-Magazin rechtfertigen. Um dies ein für alle mal klarzustellen – die erste Rechtschreibregel für ... UND? lautet: ... UND? hat Recht. Die zweite Regel: Es gilt die Rechtschreibung der liberalen Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT. Die dritte und letzte Regel: In Präzedenzfällen gilt die erste Regel.
Eigentlich ist damit alles gesagt. Zur Verdeutlichung werden wir nun noch einige Beispiele anführen:
›PS‹, also post Scriptum, schreibt ... UND? mit Punkten, also ›P.S.‹ Mit einer uneinsichtigen Leserin hatte der bereits oben erwähnte Redakteur einen kleinen Disput. An dieser Stelle möchten wir aus den verschiedenen Mails zitieren.
Achtung: Es folgen Original-Zitate!
»›PS‹ wird nicht ›P.S.‹ geschrieben. merken bitte – ich weiß, es hört sich
sehr neunmalklug an ... höhö – so bin ich...«
Die Antwort des Redakteurs:
»Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man ›P.S.‹ mit Punkten schreibt. ›PS‹ sind Pferdestärken. ›P.S.‹ dagegen ist, wie wohl bekannt, eine Abkürzung. Wenn korrigieren, dann bitte auch richtig!«
 | Damit macht ... UND? kurzen Prozeß, gerne auch mit -ss- | Die Rückantwort:
»und jetzt zu meinem großen triumph...haha. leg dich nicht mit mir an, wenn es um
rechtschreibung oder ähnliches geht. ich mache beim tippen sicher viele fehler,
wie jeder. aber grundsätzlich weiß ich (meist!) genau, was richtig und falsch
ist. und ›P.S.‹ ist falsch!!!!!! ich kenne PS als pferdestärken, aber ›PS‹ AUCH
als das, was du FÄLSCHLICHERWEISE (hehe) als ›P.S.‹ zu kennen glaubst (und
darauf auch noch bestehst...!) glaub mir, es heißt ›PS‹ – ohne punkte. oder
sagst du auch b.z.w. anstatt bzw. ?! es gibt halt abkürzungen, die sich schon so
›eingebürgert‹ haben, dass man nicht nach jeder verkürzten silbe/jedem
verkürztem wort ein punkt setzt. falls du mir in meiner überheblichen art nun immer noch keinen glauben schenkst – guck in einen duden...«
Spätestens jetzt erwachte in unserem Redakteur der Berufsstolz:
»Nach dem Duden wird es ohne Punkte geschrieben. Du hast Recht. Ich habe mal zwölf Bekannte, Verwandte und Freunde gefragt. Alter: Zwischen 14 und 52 Jahren. Und alle schreiben ›P.S.‹ – egal, was du sagst. Ganz abwegig ist das auch nicht. Wenn ich zum Beispiel ›post meridiem‹ abkürze, schreibe ich doch wohl auch nicht ›pm‹ sondern ›p.m.‹ (dasselbe bei ›a.m.‹), oder?! Das gleiche bei post mortem. Post urbem conditam kürzt man auch mit ›p.u.c.‹ ab. Egal. Ich werde das weiterhin so beibehalten. Ich denke, dass es wichtig ist, dass man konsequent ist. Schlimm ist daher auch die neue ›Rechtschreibung‹. Wenn du bedenkst, dass allein Duden und Bertelsmann über 200 Abweichungen haben. Von daher ...
in der UND-Redaktion (die dir inzwischen wohl auch ein Begriff ist) wird ›P.S.‹ auch weiterhin so geschrieben werden...«
Danach hat der besagte Redakteur nicht wieder zurückgeschrieben. Er möchte jetzt hier die Gelegenheit ergreifen und seine Stellung deutlich machen:
 | Für ... UND? seither ohne jede Relevanz: Der Duden | »Das ...UND?-Magazin steht unter anderem für ein korrektes Deutsch ein. Dazu gehört neben einem guten Stil selbstverständlich auch die grammatische Korrektheit. Hier müssen wir aber deutlich zwischen den Änderungsversuchen ›unserer‹ Rot-Grünen-Bundesregierung und der Vernunft von Schriftstellern, Redakteuren und Literaturkritikern unterscheiden. Jeder mag für sich entscheiden wem er mehr Glauben schenken mag ...
In der Einführungszeit der neuen Rechtschrei(!)bung bildeten sich teilweise sehr hartnäckige Wiederstandsgruppen. Zu den bekanntesten zählt wohl die ZEIT. Diese bereits erwähnte Wochenzeitung diskutierte damals sehr ausführlich, wie sie in Zukunft schreiben wollte. Sie entschieden sich für ihr eigenes System. Diese Zeitung schreibt also nach ihren eigenen Regeln.«
... UND? folgt mutig diesem Beispiel.
Doch die besagte Leserin gab nicht auf:
»Zum PS. Ein Fehler wird nicht dadurch besser, dass ihn alle begehen. Das ist
doch vollkommen irrelevant, wie viele Personen das FALSCH schreiben oder wie
sinnvoll bzw. nicht sinnvoll diese Schreibung ist. Ich habe nie behauptet, dass
es logisch ist. Aber P.S. ist falsch. (EGAL, wie viele ähnliche(!) beispiele du
findest, bei denen das doch...und dieses und jenes...)  | Der Teufel steckt im Detail, achten Sie daher unbedingt auf das Kleingedruckte! | (Falls man es doch
schreiben darf, was ich nicht nachgeprüft habe, nehme ich das alles
selbstverständlich für diesen fall zurück... logisch) Und was du als konsequent bezeichnest, bezeichne ich in diesem Fall wohl eher als eine Art Rechthaberei oder Unflexibilität. Aber da scheint unsere Meinung wie bei vielem wohl etwas(!) auseinander zu driften. Genauso sehe ich das mit der neuen Rechtschreibung, die
ich im Großen und Ganzen doch befürworte. Aber das ist dann schon eher eine
Ansichtssache.«
Der Redakteur darauf:
»Als erstes zu unserem Lieblingsthema neue Rechtschreibung. ›Der Grislibär isst Krepp mit Ketschup und Schikoreesalat mit Majonäse.‹ So ... das ist absolut korrekt. Ich finde das einfach nur schaurig. Die Liste der Beispiele ist damit noch lange nicht zu Ende ... zum Beispiel ›Stengel‹ beziehungsweise neuerdings ›Stängel‹. Weil es ja von ›Stange‹ kommt ... ›Eltern‹ kommt von ›Altern‹ – logische Folgerung: ›Ältern.‹«
Darum schreibt ... UND? so, wie ...UND? will.
(Sie lasen: Drei Seiten Reformen von Paul.)
Ebenfalls von Paul:
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