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Die Geschenke der UND-Autoren
Übersicht: Die Redaktion ( Texte) // Zwei Seiten Hintergrundberichte // Veröffentlicht am 27. 12. 2002 // Abstract: Auch Satiriker feiern Weihnachten. Bei ... UND? sogar mit Geschenken
 | Sowas gibt's hier zum Beispiel schonmal gar nicht | Sie fragen sich sicher oft, was Satiriker an Weihnachten bekommen. Wir werden an dieser Stelle versuchen, Ihnen diese Frage zu beantworten.
Da es keine allgemein gültige Antwort auf diese sehr komplexe Fragestellung zu geben scheint, werden wir ein paar Beispiele anführen.
Bitte beachten Sie, dass sich diese Beispiele nur auf die UND-Redaktion beziehen und in fast so gut wie praktisch keinem Fall auf andere Satiremagazine und/oder deren Autoren anwenden lassen. Sollte dem dennoch so sein, bitten wir um Entschuldigung. Es existieren keinerlei Schadenersatzansprüche und der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Auch wenn es Sie gar nicht interessiert, was unsere Autoren vom zu besteuernden Redaktionsrentier und dessen schizophrenen Halter hinterhergeschm–, äh, beschert bekommen, sagen wir es Ihnen trotzdem. Heul doch!
 | Der besagte Christbaum erfüllte später noch treue Dienste | Yoshi bekam vom Christkind eine Anzeige wegen Verleumdung und einen brennenden Tannenbaum, den er zugleich im an die Redaktionstoiletten angeschlossenen UND-Mausoleum aufbahrte und der seitdem ein weihnachtlich-goldenes Schimmern auf den Handtuchhalter wirft.
Dem Schläger vom Dienst, Jeff, der vom Nikolaus schon eine Rute bekommen hatte und seitdem in der Justizvollzugsanstalt (Anmerkung der Redaktion: Gemeint ist die Kaffeeküche des Titanic-Magazins) einsaß, da er sie gegen die das Redaktionsgebäude belagernden Fans eingesetzt hatte, sandte das bereits erwähnte Titanic-Magazin eine Paketbombe und der Weihnachtsmann einen Elektroschocker. Letzterer wurde von einem Wichtel überreicht, der Anfang Januar pensioniert werden sollte – vier Sekunden später wusste man, warum der Weihnachtsmann nicht selbst erschienen war.  | Entlastung für die Rentenkasse | Und man erfuhr, dass Wichtel bei einer Spannung von 30.000 Volt nach etwa 3,59932734 Sekunden langsam aber sicher gegrillt werden und Sekundenbruchteile darauf unter lautem Gezeter zu Asche und Staub zerfallen.
Nach dieser von Wichtelrechts-Organisationen aufs Schärfste verurteilten Tat bekam Jeff einen Bambi und zwei Oscars – für die besten Spezialeffekte und den besten Filmsoundtrack (»Bzzzzz«). Der Therapeut, der mit Prozessen und Staranwälten zu erwirken versuchte, dass ihm »auch ja keiner dieser ignoranten Kulturbanausen etwas zu schenken« vermögen würde, bekam von Paul ein FAZ-Abonnement überreicht und freute sich so sehr, dass er jedem UND-Redakteur sein Buch »Weihnachten und andere Katastrophen – Geld scheffeln als Berater bei Beziehungskrisen« schenkte. Aus Rücksicht auf unsere Leser und aufgrund einer Einstweiligen Verfügung des Heyne-Verlages berichten wir nicht über die Reaktionen auf dieses wirklich großartige Geschenk.
Auch Paul selbst wurde reich beschenkt: Von Yoshi bekam er ein Springmesser, der Therapeut hatte ihm eine Canon EOS 300V besorgt, deren Aufenthaltsort aber schon wenige Minuten, nachdem Paul das Geschenk kommentiert hatte (»billig!«), unbekannt war. Sandy konnte leider kein Geschenk mehr überreichen, da Jeff Paul kurz zuvor neue Munition geschenkt hatte, die natürlich sofort ausprobiert werden musste. Später gab Paul zu Protokoll, dass Sandy »halt zur falschen Zeit am falschen Ort im falschen Job« gewesen sei.
 | Der Herausgeber bekam ein ganz besonderes Geschenk: eine Reportage über menschen- verachtende Methoden bei der Bundeswehr. Bild: Autor Karnby recherchiert (3. Mütze v.r.) | Dementia hielt es für angebracht, Paul mit Pfefferminzpastillen zu beglücken. Paul antwortete trocken, dass es jetzt »Patronen für die Pastillen« geben würde und so wanderte Dementia vorerst zu Sandy unter den Weihnachtsbaum von Yoshi. Dem Titanic-Magazin schickte Jeff zu den Feiertagen ein Exekutionskommando. Allerdings konnte im Nachhinein nicht rekonstruiert werden, auf wen sich das »köstlich amüsiert« im Bericht des Truppenkommandeurs bezog. Man beschloss, es den Titanic-Redakteuren zuzuordnen.
Isar, die minderwertigste UND-Redakteurin, wurde von der Bundesregierung mit einer Ich-AG beglückt und wird sich in nächster Zeit selbständig machen. »Das war das größte und beste Geschenk, das wir jemals erhalten haben«, sagte Paul dazu einige Tage später auf einer Pressekonferenz.
Wenn Sie, liebe Leser, noch Fragen haben, bitten wir Sie, den Therapeuten damit zu behelligen, der in diesen Tagen sowieso mehr als genug freie Zeit hat. Wir möchten Sie allerdings darauf hinweisen, dass sein Sekretariat ab 16 Uhr keine Fragen mehr entgegen nimmt, da er dann mit seiner Familie in vielsternigen Restaurants speist oder auf seinem beheizten Golfplatz mit Spitzen aus Politik und Wirtschaft Matches abhält.
Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum wir immer »Frohe Ostern« wünschen.

Die Redaktion
Ebenfalls von der Redaktion:
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