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Ist Schmerz ein Gefühl?
Übersicht: Flash ( Texte) // Zwei Seiten Wissen // Veröffentlicht am 19. 3. 2003 // Abstract: Unterwegs mit C-polymodalen Nozizeptoren
 | Ein schöner Rücken kann auch – verdammt wehtun | Ach ja, das Leben besteht aus Gefühlen.
Zwar sind sie meistens einfach nur lästig und nerven obendrein auch noch, aber deshalb hat Gott uns ja auch die Gabe gegeben, selbige zu unterdrücken.
Gefühle gibt's überall: In der Schule (wenn ich beispielsweise mal an Klausuren denke ...), genauso wie in der Familie. »Wenn du nicht sofort dein Zimmer aufräumst, bekommst du zwei Jahre Hausarrest!« – »Nur über meine Leiche!« – batsch. Und natürlich auch unter, an, zu, wegen, mit und bei Freunden. Hier sei jedoch aus menschenrechtlichen Gründen kein Beispiel gegeben.
 | Spannungskopfschmerz ist mit 29 Millionen Betroffenen der häufigste Kopfschmerz in Deutschland. Wollten wir nur mal gesagt haben | Doch wie soll man mit ihnen umgehen? Mit den Gefühlen natürlich, die oben genannten »Freunde« sind eines Umgangs natürlich nicht würdig.
Die einfachste Methode ist, die Gefühle einfach zu unterdrücken. Das funktioniert folgendermaßen: Du sitzt im Stadion. Dortmund gegen Schalke. Pokalendspiel. Neunzigste Minute. Wie aus dem Nichts das Eins zu Null für Schalke! Deine Reaktion: in den Himmel starren und von '89 träumen ...
 | Es geht auch ohne Hammer | Das Gleiche müsste doch auch mit Schmerzen gehen, oder? Immerhin sind Schmerzen auch Gefühle. Zumindest könnte man denken, dass es so einfach ist. Schonungslose Selbstversuche des Autors, die nach Zuhilfenahme eines handelsüblichen Eisenhammers zu reflexbedingter Geräuschentwicklung führten (»AAAAAAAAAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUU«) und von den Nachbarn zweifelsfrei als sibirisches Wolfsrudel identifiziert wurden, brachten jedoch Gegenteiliges ans Licht. Es funktioniert also nicht im Geringsten.
 | Jaja, »im Dienste der Wissenschaft« und so | Doch wie ein Kumpel immer sagt: »Ach, das wird schon ...«
Also noch mal testen, und noch mal und noch mal und noch mal ...
Nach dem vierten Arztbesuch (und ich bin wirklich nur dann gegangen, wenn's wirklich sein musste – was tut man nicht alles im Dienste der Wissenschaft ...) hatte ich es dann endlich raus: Es klappt tatsächlich, es tut nicht mehr weh!
Ja gut, vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich nur noch eine Hand habe, wer weiß?
Mittlerweile ist die Hand wieder nachgewachsen. Sie erfreut sich derzeit bester Gesundheit und ich kann wieder ins Tor (Anmerkung der Redaktion: Schreiber dieses ist leidenschaftlicher Fußballspieler), also war es echt einen Versuch wert.
Mal gucken, ob ich jetzt Schüler aufnehme, denen ich das Gleiche beibringe ...
In diesem Sinne hf und cu,
euer Pschüschisch-Kranker Flash
(Sie lasen: Zwei Seiten Wissen von Flash.)
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