... UND? – Das letzte Satiremagazin
Navigation
Startseite anzeigen Startseite Satiren anzeigen Satiren Therapien anzeigen Der Therapeut Cartoons anzeigen Nett: Cartoons Mitschnitte anzeigen Mitschnitte Specials anzeigen Specials Biografien anzeigen Biografien Autorenzitate anzeigen Autorenzitate Pressestimmen anzeigen Pressestimmen Satire schreiben Satire schreiben Impressum anzeigen Impressum
Suche
Suchen bei ... UND?
Im UND-Maga- zin suchen:
Letzte Hilfe
Themenbild
Satiren zu fies? Hintergrund zu rot?
Die Rettung naht! Hier klicken und aufraffen.
Besucher
Pixelgrafik: Kleine Hütte mit der Aufschrift »U.N.D.«
Zur Zeit werden zwei Leser und Fans bei ... UND? gezählt.
Große Serie
Tierbild mit einem ganz süßen Koalabär
Tierbilder gucken? Hier klicken!
Autorenzitat
Themenbild
Aristokrates:
»Okay, ich gebe es zu ... der Witz ist flach ...«

Bild: Mitschnitte und Gesprächsprotokolle

Mitschnitte und Gesprächsprotokolle

Die Tischlersaga (Teil 3)


Bitte beachten Sie auch Teil 1 und Teil 2 der »Tischlersaga«.

Yoshi: Mich hat die Zahl überrascht.

Stephan: Überraschende Zahlen gibt es so einige. Wusstest du, dass Berlusconi hundert Millionen Dollar im Jahr verdient, Herr Schröder allerdings »nur« eine Million?
Bild

Hat gut Lachen: Medienzar
Berlusconi verdient sich
eine goldene Nase

Yoshi: Ja, das hab ich auch schon gehört. Berlusconi steht ja auch an der Spitze eines großen Medienkonzerns. Und du musst natürlich auch bedenken, dass Silvio Berlusconi acht Jahre vor Gerhard Schröder geboren wurde.

Stephan: Meinst du, dass Herr Schröder in acht Jahren alle deutschen Sendeanstalten gekauft haben wird?

Yoshi: Wer weiß?

Stephan: Meine Informanten auf jeden Fall nicht.

Yoshi: Viel interessanter als der Blick nach Vorn ist im Zusammenhang mit dem Namen Gerhard Schröder in meinen Augen allerdings der Blick zurück. Denn es gab ja schon einen Politiker Gerhard Schröder, der in Deutschland hohe Ämter bekleidete. Auch wenn es schon einige Jahre her ist.

Stephan: Er war ja auch mal beliebt. Das ist auch lange her.

Yoshi:
Bild

Armer Schrödi: Sein Gehalt reicht
kaum noch aus, um die vielen
Autogrammkarten zu bezahlen

Der größte Unterschied zum derzeitigen Bundeskanzler Schröder ist allerdings, dass der andere Gerhard Schröder (1910-1989) nie Bundeskanzler war. Dafür aber erst Innen-, dann Außen- und später Verteidigungsminister. Und eine Zeit lang, wiederum ein paar Jahre zuvor, Mitglied der NSDAP und der SA. Und eigentlich wollte der damalige Schröder 1969, das ist dir sicherlich auch schon bekannt, auch noch Bundespräsident werden. Aber er verlor im dritten Wahlgang mit 506 zu 512 Stimmen gegen Gustav Heinemann in der bisher knappsten Präsidentschaftswahl in der Geschichte der Bundesrepublik.

Stephan: Nein, das war mir nicht bekannt. Zu der Zeit musste ich mich wegen – sagen wir mal ... politischen Differenzen – in Südamerika aufhalten.

Yoshi: Gut, dann weißt du es jetzt.

Stephan: Nun bleibt nur die Frage: Wer hat mehr angerichtet?

Yoshi: Oh, die Frage ist nicht leicht zu beantworten.

Stephan: Versuche es.

Yoshi: Der ältere Gerhard Schröder, zufälligerweise auch Gründungsmitglied der CDU, setzte zum Beispiel das Verbot der KPD durch. Der heutige Bundeskanzler hingegen verbot sich im März 2004 selbst, der Bild-Zeitung und anderen Produkten des Axel-Springer-Verlags Interviews zu geben.

Stephan: Aha, und die Reaktionen?

Yoshi:
Bild

Jung, dynamisch und (quasi) ohne
NS-Vergangenheit: CDU-Politiker
Gerhard Schröder

Die Reaktionen auf beide Schritte sind vergleichbar: In beiden Fällen gab es ähnlich hohen Zuspruch wie Proteste gegen die Verbote. Die Gegner des KPD-Verbots sahen die Gründe für das betreffende Gerichtsurteil im im Kampf gegen die Wiederbewaffnung und für eine Wiedervereinigung Deutschlands und das Eintreten für einen Friedensvertrag. Im Springer-Verlag wertete man das Interviewboykott des Kanzlers als Einschränkung der Pressefreiheit.

Stephan: Man kann doch bestimmt noch mehr vergleichen ...

Yoshi: Stimmt. Ein noch deutlicherer Vergleich lässt sich beispielsweise in der Amerikafrage ziehen: Der CDU-Mann Schröder trat in seiner Zeit als Außenminister sehr für eine Orientierung an den USA ein. Bundeskanzler Schröder hingegen versicherte den Vereinigten Staaten nach den Terroranschlägen am 11. September zwar seine »uneingeschränkte Solidarität«, lehnte im Jahr 2003 eine Beteiligung am Irakfeldzug von George W. Bush ab, weil dafür das UN-Mandat und ein Zusammenhang mit dem 11. September fehlten.

Stephan: Jörg Haider lehnte die Beteiligung auch ab, aber nur weil er mit der Familie Hussein befreundet ist. Einer von Herrn Husseins Söhnen studiert übrigens in Wien.

Yoshi: Man höre und staune.

Stephan: Und UHBP hat sich überhaupt nicht zum Feldzug geäußert.
Bild

Kein Idiot: Thomas Klestil,
ein Privatmann allererster Güte

Yoshi: UHBP?

Stephan: Unser Herr Bundespräsident.

Yoshi: Ach so. Schade, dass er nicht mehr am Leben ist.
Nun, er nahm es wohl mit Lincoln: »Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen.«

Stephan: Haider hat das Zitat wohl (des öfteren) ignoriert.

Yoshi: Er kann ja nicht an alles denken.

Stephan: Wohl wahr.

Yoshi: Außerdem kann ich mir auch nicht vorstellen, dass er bei seiner deutschnationalen Erziehung viel Wert auf die Worte früherer US-Präsidenten legt.

Stephan: Stimmt. Er hat auch was gegen den Westen, meine Informanten suchen gerade nach Terrorcamps in Kärnten.

Yoshi:
Bild

Ohne Worte

Worauf willst du hinaus?

Stephan: Haider wurde in Oberösterreich geboren. Genau wie Herr H. aus B. in Ö.

Yoshi: Den Vergleich halte ich für sehr gewagt.

Stephan: Soll ja nicht veröffentlicht werden.

Yoshi: Wird aber: Der deutsche Verfassungsschutz schneidet einige unserer Gespräche mit. Unsere einzige Chance, straffrei zu entkommen, besteht darin, dass wir sie vor den Verfassungsschützern veröffentlichen. Deshalb läuft bei mir ja auch ein Tonband.

Stephan: Oh.

Yoshi: Aber zurück zu Herrn Haider.

Stephan: In Ordnung.
Bild

Gute Freunde: Irakischer Diktator
Jörg Haider und Kärntner Landes-
hauptmann Saddam Hussein

Yoshi: Eine deutlichere Sprache spricht vielleicht eher, dass seine beiden Elternteile Mitglied der NSDAP waren.

Stephan: Dafür kann er ja nichts.

Yoshi: Da hast du auch wieder Recht.

Stephan: Danke. Haider hat so einiges gesagt.

Pause.

Yoshi: Ich sehe, wir können in dieser Debatte noch viele Stunden weiterreden.

Stephan: Zeit, die wir nicht haben.

Yoshi:
Bild

Dumme Frage!

Ich schlage deshalb vor, dass wir an dieser Stelle abbrechen und uns Herrn Haider für eine spätere Diskussion wieder zum Thema nehmen. Bis dahin können wir dann ja auch zur thematischen Vertiefung die Literatur »Haiders Kampf« von Hans-Henning Scharsach und »Wollt ihr den totalen Markt?« von Herbert Schui (u.a.) lesen.

Stephan: Wir können die nächste Diskussion direkt mit Herrn Haider führen.

Yoshi: Was?

Stephan: Ja, ich rufe einfach mal bei ihm an und sag Bescheid.

Yoshi: Für so etwas hat er Zeit?

Stephan: Er hat zur Zeit ja nichts zu tun.

Yoshi:
Bild

Ausgezeichnet. Dann freuen wir uns auf das Gespräch mit ihm und denken so lange über die Worte nach, die er 1995 zu ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS bei einem Treffen in Krumpendorf sagte:

»Dass es in dieser regen Zeit, wo es noch anständige Menschen gibt, die einen Charakter haben und die auch bei größtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind. Und das ist eine Basis, meine lieben Freunde, die auch an uns Junge weitergegeben wird. Und ein Volk, das seine Vorfahren nicht in Ehren hält, ist sowieso zum Untergang verurteilt. Nachdem wir aber eine Zukunft haben wollen, werden wir jenen Menschen, den politisch Korrekten, beibringen, dass wir nicht umzubringen sind und dass sich Anständigkeit in unserer Welt allemal noch lohnt, auch wenn wir momentan nicht mehrheitsfähig sind, aber wir sind den anderen geistig überlegen. (...) Wir geben Geld für Terroristen, für gewalttätige Zeitungen, für arbeitsscheues Gesindel, und wir haben kein Geld für anständige Menschen.«



Disclaimer / Rechtliche Schutzbestimmungen:
Alle Texte und alle übrigen Inhalte auf dieser Seite sind frei erfundene Begebenheiten, wahre Geschehnisse oder Ereignisse, die leicht abgewandelt wurden. Welche Inhalte frei erfunden sind und welche nicht, spielt für den Leser keine Rolle. Jegliche Ähnlichkeiten mit (noch) lebenden, sterbenden, toten, verwundeten, schlafenden oder dementen Personen sind voll und ganz beabsichtigt. Wer aufgrund seines Gewissens, seines Alters, seiner Religion, seiner Herkunft, seiner Ideologie, seiner Staatsangehörigkeit oder seiner Intelligenz die Inhalte dieser Seite anstößig findet, sollte diese Seite sofort verlassen. Beschwerden, Leserbriefe, Fanpost, Hinweise etc. können nur schriftlich entgegengenommen werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Copyright 2000-2010 UND-Magazin Deutschland. Alle Rechte etc. vorbehalten.
Programmhinweis
Themenbild
Leben ohne Sorgen:

Das Tagebuch des Saddam H. (1)

Bild: Das Tagebuch des Saddam H. (1)Neue Serie: Saddam H. schreibt beim UND-Magazin
> text anzeigen
Konfliktpotenzial
Gesellschafts- spiele, Tee und Drogen

Bild: Gesellschaftsspiele, Tee und Drogen»Kind, es ist nun an der Zeit, mit dir Gesell- schaftsspiele zu spielen!«
> text anzeigen
Lächeln des Monats
Stimmen zu ... UND?
Themenbild
»Der Nerz im Bärenfell.«
– Die Welt