
Die AutorenbiografienDie Yoshi-BiografieEine Gemeinschaftsproduktion von ARD, SFB ... UND? ORF.
Yoshi ist einer der wenigen Menschen, die von sich sagen können, dass die 90er Jahre mit all ihrer mächtigen Mediengeilheit sie voll getroffen haben! Jawohl! Kurzum: Er ist lichtscheu, mediengeil, völlig apathisch, zeitweise bigott und lebt in seiner Stellung als UND-Satiriker seinen Sadismus voll aus. Im folgenden nun ein kurzer Lebenslauf: | 1906 | | Nach einem Raubüberfall auf ein bayerisches Finanzdienstleistungsunternehmen wird zum ersten Mal ein ›Yoshi‹ erwähnt. Es ist der Name eines Gerätes, mit dem sich Blutspuren von Veloursmänteln entfernen lassen. | |  | | | 1907 | | Einstellung der Yoshi-Produktion, Schließung dreier Manufakturen in Preußen und anschließende Entlassung 1.400 Angestellter, nachdem die Firma Henkel ein Waschmittel namens ›Persil‹ auf den Markt bringt, dass die Entfernung von auf Veloursmänteln aufgetragenem Blut effektiver und kostengünstiger gestaltet. | |  | | | Irgendwann zwischen 5000 v. Chr. und 1990 n. Chr. | | Yoshi erblickt unter recht bedenklichen Umständen das ›Licht‹ der Welt. 24. Dezember: Abd. d. hl. Chr. (im Volksmund schlichtweg »Heiligabend« genannt. Anmerkung der Redaktion: Anscheinend meint er Weihnachten.) | |  | | | 1984 | | Erster Konflikt mit dem Gesetz, für den drei Mitarbeiter einer Menschenrechtsorganisation die FDP wählen müssen. | |  | | | 1985 | | Yoshi erhält im Alter von 12 Jahren den Nobelpreis für sein Lebenswerk. | |  | | | 1987 | | Die erste Satire des Autors mit dem Titel »Heul doch!« wird in fast allen europäischen Ländern veröffentlicht. In Bayern erscheint sie als Tarnausgabe unter dem Namen »Norddeutsches Brauchtum nach 1823«. | |  | | | 1990 | | Aufgrund des durchschlagenden Erfolges seines Buches »Deutsch für Fordgeschrittene«, der von Kritikern darauf zurückgeführt wird, dass das Objekt im Titel sogar von der »Microsoft Word xp-Rechtschreibprüfung« als richtig erkannt wird, bekommt Yoshi ein Angebot des amerikanischen Kultursenders MTV, das er jedoch aus Rücksicht auf die Bewohner Hawaiis ablehnt. | |  | | | 1991 | | Yoshi begibt sich mit Ex-Beetle John Lennon im New Beatle auf Welttournee durch Österreich. | |  | | | 1994 | | Nach einem vergeblichen Mordanschlag zieht sich Yoshi zunächst in sein Herrenhaus in der Nähe Magdeburgs zurück, um sein Comeback vorzubereiten. | |  | | | 1996 | | Yoshi kauft zehn unter der Billigflagge Panamas fahrende Öltanker für die RTL-Nachrichten. Aufgrund eines Computerfehlers kommt ihm allerdings der BND auf die Schliche, der ihn schließlich wegen Verdachts auf Landesverrat zu zweihundert Satiren für die Bildzeitung verurteilt. | |  | | | 1997 | | Erfolgreiches Comeback, aber leider als Kabarettist. | |  | | | 1997-1998 | | Versuch, wieder an die Spitze der Unterhaltungsbranche zu gelangen, was Yoshi schließlich am 30. Februar 1998 nicht gelingt, als er unter dem Pseudonym Yoshi den Hohlspiegel übernimmt. | |  | | | 1999 | | Im Alter von 42 Jahren versucht Yoshi, die Weltherrschaft an sich zu reißen, was ihm auch gelingt. Zumindest auf einer noch unentdeckten Insel. | |  | | | 1900 | | Yoshi übersteht die Jahrtausendwende unbeschadet. | |  | | | 2001 | | Zufälliges Treffen mit dem Therapeuten von ... UND?, abschließen eines Arbeitsvertrages beim gleichnamigen Satiremagazin. | |  | | | 2002 | | Erste Satire nach über zwei Jahrzehnten Winterpause. Yoshi steigt wie eine osteuropäische Silvesterrakete die Karriereleiter bei ... UND? hinauf und wird in die Redaktion aufgenommen, wo er heute immer noch tätig ist. Im November übernimmt er das Amt des Chefredakteurs. | |  | | | 2003 | | Siehe 1963-2002. | |  | | | 2004 | | Siehe 2003. | |  | | | 2005 | | Siehe 2005. |
Zitate: »Der Therapeut ist ein großartiger Mensch. Bitte glauben Sie mir, ich meine es wirklich ernst!« »Egal, was passiert ist – ich war es nicht. Ich weiß von nichts und bin für nichts verantwortlich!« »Kenne ich Sie?« »Heul doch!« »Jetzt kommt's!« »Was?« »Wie?« »Wo?« »Wer?« »Weshalb?« »Wer hat das gesagt?« »... UND?« »Toll.« »Ja, sehr interessant. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch ... ich bin über ihr Schicksal zutiefst gerührt, ich fühle mich praktisch betroffen. Ja, ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage. Darf ich Sie nun bitten, mein Büro zu verlassen?« »Hä?« »Was willst du?« »Ich bin nicht hier.« »Das ist nicht dein Ernst!« »Ha. Ha. Ha. Doch, wirklich sehr lustig.«
»Dienst am Leser – soll das eine Drohung sein?« »Was denn noch?« »Quer ist auch eine Form von Längs.« »Yeahaw!« »Überarbeiten? Tu das. Jetzt!« »Keine Zensur findet nicht statt.«
Yoshi über ...
... Paul: »Wenn man mal von seinem Musikgeschmack, seiner Intoleranz, der Arroganz, seiner Rechtschreibung, seinem Selbstbewusstsein, seiner Gewaltverherrlichung, der Brutalität, seiner Überheblichkeit, seiner Angewohnheit, alles und jeden beleidigen zu müssen, der Bevorzugung, seinen Vorurteilen gegenüber anderen, seiner Arbeitsmoral, seiner nicht vorhandenen Menschenkenntnis, seinem nicht näher beschriebenen Gedankengut, seiner Rechtsvorstellung, seiner Zuverlässigkeit, der Selbstverliebtheit und seinen Mordgelüsten absieht, ist er wirklich ganz nett.« ... Dementia: »Der Wahnsinn hat ein Ende. Aber dann bin ich erst der Anfang. Sie ist irgendwo dazwischen.« ... den Herausgeber: »Der Herausgeber mein-, äh, unseres Satiremagazins ist der wohl liebenswürdigste und menschlichste Mensch, den ich je kennen gelernt habe. Er besitzt alle Eigenschaften, die ich mir an einem perfekten Menschen wünsche. Seine durchweg positiven Seiten hier aufzuzählen, würde aber leider den Rahmen unseres Magazins sprengen.« ... Jeff: »Huppala!« ... Sandy: »Ich sag da mal lieber nichts zu ...« ... den Therapeuten: »Der Therapeut ist der wohl liebenswürdigste und menschlichste Mensch, den ich je kennen gelernt habe. Er besitzt alle Eigenschaften, die ich mir an einem perfekten Menschen wünsche. Seine durchweg positiven Seiten hier aufzuzählen, würde aber leider den Rahmen unseres Magazins sprengen.« ... Aristokrates: »Ein komischer Typ. Komisch im Sinne von merkwürdig. Obwohl er es eigentlich nicht würdig ist, dass man ihn sich merkt. Bemerkenswert. Aber ich hoffe, dass ihn das nicht in seiner Würde verletzt. Hoffnung ist übrigens ein sehr wichtiger Bestandteil unserer heutigen, kapitalistischen Welt. Der Kapitalismus, möchte ich an dieser Stelle anmerken, ist übrigens dem Untergang geweiht. Soweit ich das verstanden habe, heißt das, dass er bald untergeht. Wie Atlantis. Aber Atlantis ist schon untergegangen. Übrigens ein toller Film von Walt Disney's. Dieser Walt Disney's ist sowieso einer der besten deutschen Zeichner. Zeichnen, mein großes Hobby. Ich hab übrigens ein Malbuch zu Hause, aus meiner Jugendzeit. Soll ich es mal mitbringen? Ich kann es dir ja mal ausleihen ... blablabla ...«
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