
Die AutorenbiografienPaul – Die BiographiePaul, der bisher wohl erfolgreichste UND-Autor, ist arrogant, kamerascheu, bescheiden, tierlieb (sofern das Tier größer als 1,20 Meter ist) und belesen.
 | Von wegen »Wir sind für jeden Spaß zu haben, Telefon 110«: UND-Reporter Paul (links unten) |
In seiner Freizeit trifft er sich mit Randgruppen oder legt mit den Klängen seiner E-Gitarre die angrenzende Kirche in Schutt und Asche (»Es hat sich noch nie einer beschwert – wie auch!«), wenn er nicht gerade mit Skinheads über die FAZ und seine neuen Satiren diskutiert. Paul liest und sammelt für sein Leben gern Zeitungen und Zeitschriften; zu seinem umfangreichen Archiv zählen unter anderem 26 Jahrgänge der liberalen Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT (doppelte Ausgaben und Beilagen nicht mitgerechnet), fünfhundertzweiundachtzig Ausgaben des Rheinischen Merkurs, etwa zwanzigtausend Exemplare der FAZ, deren Onlinearchiv von seiner Festplatte stammt, und fünfzehn Meter National Geographic. Schundmagazine wie Die Welt, Weserkurier etc. verabscheut er, liest sie dennoch sporadisch.
Er ist überzeugter Windows-User und programmiert während seiner Freiminuten Zifferncodes auf seinem TR (Anmerkung der Redaktion: Gemeint ist der Taschenrechner, den er mit Visual Basic programmiert hat.). Paul hält sich im nicht abgegrenzten Garten fünf Reptilien, die er nach eigener Aussage mit rohem Fleisch füttert, wenn sie nicht gerade Winterschlaf halten.
 | Schlicht und chic: Pauls Schreibtisch |
Alle sechs Monate hält er in den bis auf den letzten Platz ausverkauften Hörsälen internationaler Universitäten antiamerikanische Reden oder besucht die Parteitage der CDU/CSU. Paul zitiert gerne (und ausschließlich) Hermann Hesse, seiner Meinung nach einer der größten deutschen Schriftsteller aller Zeiten, von dem er alle Werke nebst zweihundertvierzehn Autogrammen und persönlichen Briefen besitzt. Ansonsten bewundert er Thomas Mann und Goethe, mit denen er sich des öfteren auch mal vergleicht.
Er ist ebenso ein großer Musikliebhaber, wobei zu beachten ist, daß er nahezu nur Bach und die finnische Metalband »Apocalyptica« hört. Alles andere fällt in seinen Augen in die Sparten Techno, Hiphop oder Charts, wobei anzumerken ist, daß er kein Hörbeispiele für die erwähnten Genres angeben könnte.
Seit einiger Zeit arbeitet Paul in der Bibliothek einer international tätigen Handelsgesellschaft. Ab und zu reist er im Privatjet nach Deutschland, um sich mit der UND-Redaktion zu treffen und einzelne Redakteure mittels gewalt(tät)iger Überzeugungskraft dazu überredet, sich aufs Land zurückzuziehen und die Existenz des letzten Satiremagazins und des Menschen und Autoren mit Namen Paul zu leugnen.
Zusätzlich versorgt er seine Fanclubs mit Photographien (Anmerkung des Lektorats: Er bestand auf das »ph«.) von ihm (Anmerkung der Redaktion: Von ihm fotografiert, nicht mit ihm als Motiv) und führt freundschaftliche Gespräche mit dem bayerischen Ministerpräsidenten, in denen sich beide Seiten vergnügt über die neue Deutsche Rechtschreibung, antiautoritäre Erziehung oder die Haltung des deutschen Bundeskanzlers zur I-Frage (»I« wie »Irak« oder »Israel«) auslassen.
Alles in allem ist Paul der liebenswerteste, toleranteste und friedliebendste Mensch auf Erden. Das musste einfach gesagt werden.
Seit er für ... UND? arbeitet, ist er zu einem arroganten Photographen geworden.
Noch eine kleine Anmerkung zum Umgang mit dem hier beschriebenen UND-Autor:
Paul nimmt Telefonanrufe nur in Anwesenheit seiner Rechtsanwälte entgegen
und lässt Briefsendungen ausnahmslos von speziell dazu ausgebildeten ABM-Kräften öffnen. Auf Fragen antwortet er grundsätzlich mit »Das weißt du eh nicht!«, »Kennst du nicht!«, »Deshalb.« oder die nüchterne Feststellung »Das weiß niemand.«
Zitate:
»Hunde, die beißen, bellen nicht – wenn sie sich festgebissen haben, können sie ja nicht mehr bellen!«
»Deshalb.«
»Wer hat anrufen?« (Während eines Telefongesprächs; Antworten: »Ich muss weg« beziehungsweise »Okay, mach weiter«)
»Kannst du eh nicht!«
»Ich spreche so schnell ich will.«
»Lass mich jetzt auch mal was sagen!« (Nachdem er ca. eine Dreiviertelstunde geredet hat)
»Ruhe!«
»Schweig! – ich denke.«
»Was will der Kerl?«
»Junge, kannst es mal lassen?« (Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich ein Zitat von Yoshi. Doch es regte Paul so auf, daß er es Yoshi verbot. Seitdem darf nur er es noch benützen.)
»Des is mir!«
»Wie bitte?« bzw. das äquivalente »Ja bitte?«
»Sag das noch mal ...«
»Not my job.«
»Muss das sein?«
»Nicht mit mir.«
»Ich schlag gleich um mich!«
»Dich hat keiner gefragt! Wird auch keiner.« »Ich heiße Peter Lustig. Klingt komisch, ist aber so.« »Ruhe, ich muss mich sammeln!« »Davon versteh ich nichts ... bin wohl zu alt dafür. Ich gehöre ja nicht zu dieser ›Generation @‹ oder wie das heißt ...« »Her damit!« »Deutschland, Deutschland ... Füllwort, Füllwort ...« »So far, so gut. Ist das nicht irgend so eine Margarinewerbung?« »Du kannst sie auch aus dem Fenster werfen, das lohnt sich jetzt eh nicht mehr.« »Wenn schon nichts tun, dann wenigstens für ... UND?« »Das WOM-Magazin ist das einzige Musikmagazin, das ich lese. Und auch nur, weil es kostenlos ist.« »Jesus, come alive!« »Menno ... will nach Hause ... Mama!« »Dü, dä, diit – Ihr Gesprächspartner hat sich erhängt.« »So ... HLD ... oder ... äh ... HDL ... ja, genau ...« »Ich glaub mich streift ein Bus!« »Das kannst du als Zitorenautat aufschreiben: Ich bin die Kirchenmaus Karoline.«
Zu Redakteuren:
»Ich hab den Artikel nicht gelesen. Er ist schlecht.«
»RAAAAAAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUSSSSSSS!«
»Ja, das wär's dann wohl. Sie können Ihre Sachen packen.«
»Entlassen.«
»Was? Immer noch nicht? – Nein, ich habe noch nichts getan.«
»Ich hab immer Recht.«
»Hinfort!«
»Noch Fragen?« (Anmerkung der Redaktion: Darauf gibt es grundsätzlich keine Antwort. Nur betretenes Schweigen.)
Paul über ...
... Yoshi: »Eigentlich mag ich Yoshi nicht – aber was bleibt mir anderes übrig?«
... Sandy: »Was denn, die lebt immer noch? Ich dachte, sie wäre schon längst unter der Erde!«
... den Therapeuten: »...«
... Jeff: »Du verlangst doch nicht etwa eine ehrliche Antwort!«
... den Herausgeber: »An dieser Stelle möchte ich die Aussage verweigern. Ich weiß um meine Rechte, der Typ kann mir gar nichts mehr!«
... Dementia: »Wer ist das? Nie gehört!«
... Aristokrates: »Toller Mensch. Ich bewundere ihn zutiefst. Natürlich nicht so sehr wie Mann und Goethe, aber immerhin. Meine Anerkennung ist etwas, auf das ein Mensch zutiefst stolz sein kann. ... Oder meint ihr etwa den UND-Autor?«
... Isar: »Bitte wer?«
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